Kiesgewinnung als Basis für Infrastrukturprojekte

Steine und Erden sind die mit am häufigsten verwendeten Baumaterialien Im Hoch- und Tiefbau. Dabei wird unterschieden zwischen Schotter und Kies bzw. Sand. Kies wird insbesondere zur Herstellung von Beton benötigt. Der Bedarf steigt ständig – im Jahr 2013 wurden noch 236 Millionen Tonnen Kies in Deutschland benötigt, waren es 2017 schon 257 Millionen Tonnen.

Die Infrastruktur Investitionspläne Deutschlands, der Europäischen Staaten und Weltweit, lassen zukünftig einen höheren Bedarf erwarten. In Deutschland gibt es ungefähr 53.000 Kilometer Bundesfernstraßen. Zwischen 2021 und 2023 sollen knapp 24,5 Milliarden Euro diese investiert werden, davon 23,5 Milliarden in die Erhaltung, Aus- und Neubau.

Deutschland ist geologisch reich an Kies, allerdings steht nur ein Teil der Vorkommen für den Abbau zur Verfügung. Dies liegt zum einen daran, dass viele der deutschen Abbaugebiete nur mit großem Aufwand zu erreichen sind, da die meisten Vorkommen unter der Erde oder unter Wasser liegen und es zudem strenge Umweltauflagen gibt. Zum anderen liegen viele der Kiesvorkommen in Umweltschutzgebieten, in denen der Abbau nicht möglich ist. Das führt zu einer steigenden Importquote aus dem Ausland.

Kröger Motorgreifer

Kies kann im Nass- sowie im Trockenabbau gewonnen werden:

  1. Gewinnung im Nassabbau: Der Nassabbau kommt zum Einsatz, wenn das Rohstoffvorkommen direkt aus Flussläufen erfolgt oder unterhalb der Grundwasserlinie. Dieses Rohmaterial wird entweder durch Schrapper, Tiefgreifer oder Saugbagger gewonnen und über (teilweise schwimmende) Transportbänder, Rohrleitungen oder Schiffe zum Ufer transportiert. Von hier gelangt das Rohmaterial über Landbänder zu einem Rohkieslager in der Nähe der Aufbereitungsanlage.
  2. Gewinnung im Trockenabbau: Bei der Trockengewinnung wird das über der Grundwasserlinie liegende Rohmaterial durch Bagger oder Radlader aufgenommen und über Transporteinrichtungen (LKW, Transportbänder) einem Rohkieslager zugeführt. Von dort erfolgt der Weitertransport zur Aufbereitungsanlage über Transportbänder.
  3. Aufbereitung: Nach einer Grobabsiebung (> 32 mm) wird das Material gewaschen, so dass Ton- und Lehmbestand- teile gelöst und ausgespült werden. Das benötigte Prozesswasser wird anschließend zur Trennung der Feinanteile dem Absetzbecken zugeführt, so dass es erneut verwendet werden kann. Nach dem Waschvorgang erfolgt die Klassierung je nach gewünschter Korngröße durch Siebanlagen. Die unterschiedlichen Fraktionen werden anschließend entweder in Silos eingelagert oder Freihalden aufgeschüttet.

Kröger Seilgreifer im Einsatz

Die zu METZEN Industries gehörende KRÖGER Greifertechnik ist seit Jahrzehnten in der Kiesgewinnung etabliert. Kröger Greifer befinden sich an unzähligen Orten in ganz Europa im Einsatz. Unsere Motor- oder Seil-Unterwassergreifer unterstützen in wartungsfreier Ausführung bei der Erschließung neuer Gebiete zur Kies- und Sandgewinnung unter Einhaltung der Umweltauflagen und zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit der Betreiber Unternehmen. KRÖGER Greifer sind besonders geeignet für schwierige Bodenverhältnissen und den Einsatz in extremen Arbeitstiefen bis über 100m.

Besonderheiten an Greifern der Unterwasserkiesgewinnung sind zum einen die austauschbaren und an die Bodenverhältnisse anpassbaren Zahnspitzen, die es ermöglichen sich an jede Begebenheit flexibel anzupassen, sowie die charakteristischen Rillen in der Greiferschale durch die das Wasser abfließen kann.